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1. Dove-Elbe Longdistance-Race – die längsten 12 km der Welt!

Langstreckenrennen sind nicht Jedermanns Sache. Wir mögen sie – bis zu einem gewissen Punkt. Also bis zu einer gewissen km-Zahl. Bei 12 km jedoch hält sich auch bei einigen von uns die Begeisterung in Grenzen …

Dennoch: Um unsere Rennpause bis zum Nikocup in Hamburg im Dezember zu verkürzen, kam uns die spontane Ausschreibung der SVNAquaglider zum 1. Dove-Elbe Longdistance-Race sehr gelegen. Und so machten wir uns auf den Weg, um bei herrlichstem Herbstwetter zu testen, zu was wir auf auf dieser Strecke in der Lage sind. Ach nein, vorab gab es noch ein paar „Kleinigkeiten“ zu organisieren – und wir wollen an dieser Stelle unbedingt und gerne Danke sagen: An Rainer und das Team vom Schachclub Schwarz-Weiß, dafür, dass wir ihr Boot leihen durften und Rainer es uns zur Regattastrecke gefahren hat. Und an Arno und das Team Ostfriesland, die sich mit ein paar Leuten auf den weiten Weg gemacht haben, um uns zu unterstützen!

Fröhliches Gruppenbild VOR dem Start.
Fröhliches Gruppenbild VOR dem Start.

12 km. 6 Boote. Massenstart. Schon kurz nach dem Start gab es die erste Herausforderung: Eine schmale Brücke, unter der maximal zwei Boote gleichzeitig passieren können. Also galt es, gleich am Start vorne zu sein – was auch einigermaßen gelang. Lediglich das Team der OSPA-Dragons mussten wir ziehen lassen, bis ins Ziel waren sie nicht mehr zu erreichen. Fast Bug an Bug haben wir dann den Zweikampf gegen die Hamburg Allstars aufgenommen. Gute sechs Kilometer lang hat sich kein Boot von dem anderen absetzen können. Jeder Angriffsversuch wurde pariert. Und der Gedanke, dass sich das über die gesamte Strecke so fortsetzen könnte, war Himmel und Hölle zugleich.

Doch dann kam die Wende, und Dank einer hervorragenden Leistung von unserem Steuermann Axel gelang es uns, endlich einen Vorsprung herauszufahren. Den nicht wieder zu verlieren war das Ziel auf der zweiten Streckenhälfte – was nicht weniger anstrengend ist, als Bug-an-Bug-Rennen … Die Motivationsrufe vom Steuermann wurden immer dringender notwendig, Erschöpfung und müde Arme machten sich bemerkbar. Von den Beinen ganz zu schweigen. Selbst diejenigen, die im Vorfeld die 12 km noch entspannt gesehen haben, fingen kurz an darüber nachzudenken, ob es die Hälfte der Strecke nicht auch getan hätte. Also mir zumindest ging es so.

Endlich war das Ziel in Sicht, die letzten Reserven wurden nochmal herausgekitzelt und kraftvoll sind wir über die Ziellinie gekommen. Den 2. Platz hatten wir halten können!

2. Platz für die Wakenitz Drachen!
2. Platz für die Wakenitz Drachen!

Bei der Siegerehrung kam schließlich zu Tage, dass der Streckenverlauf in Wahrheit keine 12 km betrug, sondern 13,3 km – somit kann ich auch zukünftig behaupten, 12 km sind gar nicht so schlimm!

Gemeinsamer Ausklang am Grill.
Gemeinsamer Ausklang am Grill.

Auf jeden Fall freuen wir uns schon jetzt, die Dove-Elbe-Regatta auch in der kommenden Saison in unseren Rennplan aufzunehmen. Denn gäbe es einen Preis für die schönste Langstrecke, dann wäre diese ganz vorne mit dabei! (Leider ohne Fotos in diesem Bericht – schließlich mussten wir alle paddeln! ;-)) Und auch die Vereinsanlage – irgendwer sprach in diesem Zusammenhang von Hobbits – war perfekt für den geselligen Ausklang.

Text und Bilder: Maren

 

10 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Hammer. Ich bedaure nicht dabei gewesen zu sein. Nicht, dass ich 12km sonderlich mag, auch nicht, dass wir durch mich schneller gewesen waeren. Aber wir haetten ein Gruppenfoto gehabt, auf dem man zumindest die Haelfte der Gesichter sieht. Anyway, ihr werdet fuers Paddeln bezahlt. Und das war offenbar erstklassig. Ich fuerchte fast Andreas koennte mit seinen Erst-Liga-Befuerchtungen recht haben. Hammer.
    Gruesse aus Gera
    André

  2. Sooo schlecht ist das Gruppenbild gar nicht. 😉 Aber tatsächlich wurden deine Fotokünste am Wochenende auch von anderen Teams vermisst …

  3. Zum Glück war das Fotografieren Nebensache! Es war ein tolles Rennen, eine tolle Leistung von Till als Schlagmann mit Ostfriese Ihno, eine klasse Wende von Axel und ein super Kampf vom ganzen Team. Vielen Dank an unsere Gäste. Es war uns eine Ehre, Euch im Boot zu haben. Daaaanke!

  4. So langsam werdet ihr mir ein bisschen unheimlich ;-). Was ihr in diesem Jahr schon alles gerissen habt. Fast unglaublich. Meinen allergrößten Respekt und Glückwunsch!

  5. Auch wenn es richtig weh tat und immer noch tut….glaube ich, dass ich das nächste Mal wieder dabei bin….auch bei 13,3 km. Ist doch unglaublich, was wir erreichen können, wenn alle ALLES geben.

  6. Haha, wir haben es schriftlich. Heike ist auf der nächsten Langstrecke dabei. Endlich haben wir dich überzeugt. Ich freu mich 🙂

  7. Es war eine echt klasse Leistung von Euch allen. Ich bin jedes Mal richtig stolz auf Euch und stolz darauf, dass ich ein Teil von Euch sein darf. Auch ich werde versuchen das nächste Mal dabei zu sein. So langsam sollten Alle aus meinem Bekanntenkreis unter der „Haube“ sein, sodass ich keine Hochzeit mehr als Ausrede benutzen kann. Kleiner Spass am Rande. Ich hoffe wir können die Leistung über den Winter halten oder sogar noch ausbauen und verbessern. Bis die Tage dann.

  8. Super Team, mit der gezeigten Leistung können wir sehr zufrieden sein. Umsetzung der Aufgabe zu 99.98% erfüllt.
    Wie schon im Bericht richtig erwähnt ein Dank an unsere Drachenbootfreunde die uns mit Boot und Personal unterstützten. War ein tolles Geschenk, was Ihr erkämpft habt. Danke und weiter so.

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