Allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel …

Das war ein besonderes Ereignis:  die Taufe von unserem neuen Drachenboot im Rahmen einer groß angelegten Bootstaufe in der Lübecker Ruder-Gesellschaft. „Dreiviertelelf“ lautet der – zugegeben etwas ungewöhnliche – Name unseres neuen blauen Blitzes.

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Nach offizieller Begrüßung von Ehrengästen und Mitgliedern durch den Vereinsvorstand und dem Dank an die Unterstützer und Förderer unseres Vereins, begann die feierliche Zeremonie:

In fast kompletter Mannschaftsstärke waren wir dabei, als Marc Matthiessen, Geschäftsführer unseres Hauptsponsors Haack & May, die Taufe von Dreiviertelelf vornahm und dem Drachenkopf traditionell die Pupillen malte.

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Es folgte noch die Taufe von vier Ruderbooten und einem neuen Trainer-Katamaran, bevor alle Boote auf Jungfernfahrt gingen. Zu diesem Zeitpunkt war es inzwischen dunkel geworden – doch das gab der ersten kurzen Fahrt mit Dreiviertelelf vielleicht noch einen besonderen Reiz.

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Nun freuen wir uns auf das erste Training im neuen Boot – gute zwei Wochen wird das allerdings noch dauern: Kleine Korrekturen an der Beschriftung sind erst noch zu leisten. Doch dann wünschen wir uns allen allzeit gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel.

Fotos von der Taufe gibt es hier von Annika und Paula
und hier von Martin.

Text: Maren

Unser neues Boot ist da!

Vielen Dank an alle Sponsoren, insbesondere an die Firma Haack & May!

Am 06.03.2017 war es endlich soweit: Mit dem Drachenboottrailer vom Verein für Kanusport Lübeck (VKL) als Leihgabe, machten sich vier Wakenitzdrachen auf den Weg nach Lübesse, um bei der Firma BuK das neue Drachenboot abzuholen.

Nach kurzen Schwierigkeiten mit der Anhängerkupplung, starteten Manja, Axel und Benny pünktlich um 12 Uhr am VKL. Zunächst ging es zur Lübecker Ruder-Gesellschaft (LR-G), um dort Spaten, Kuhfuß und Vorschlaghammer auszuladen. Sollten doch weitere Wakenitzdrachen am Nachmittag noch auf der Baustelle am Verein fleißig sein können.

Von der LR-G ging es nun zum nächsten Treffpunkt, der alten LVA in der Kronsforder Allee. Dort sollte Till die Gruppe verstärken. Stattdessen kam uns eine ältere Dame mit Stock in der Hand verdächtig nahe, und Manja fing an zu munkeln, dass wir sie auf den Trailer schnallen könnten, falls sie mitfahren wollte … Apropos schnallen: Plötzlich kam die Frage auf, ob wir eigentlich Spanngurte dabei hätten? Natürlich nicht – die lagen noch in der LR-G … Till schnell noch eingeladen ging es also nochmal zurück zum Verein, um dann ENDLICH die Fahrt zur Firma BuK zu starten.

Unterwegs tauschten wir uns fleißig aus, sprachen schon über die nächsten Regatten und hatten eine sehr nette Runde. Die Fahrtzeit verging dabei relativ schnell. Ein Dorf nach dem anderen wurde durchfahren und schließlich sahen wir schon unser Ziel aus dem Auto heraus.

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Wir parkten auf dem Seitenstreifen vor dem Gelände und gingen zunächst zu Fuß rein. Benny war etwas langsamer, da er ständig Fotos mit dem Handy an den Rest des Teams schickte – denn als zwei BuK-Mitarbeiter mit dem neuen Boot um die Ecke kamen, hatte Angucken natürlich Vorrang vor allem anderen!

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Nun gab es eine Führung durch die Werkstattbereiche, auch Produktion genannt. Von Motorboot über Wohnwagen, die auch schwimmen können, bis hin zu großen und kleinen Drachenbooten, war dort alles am Werden. Herr Stankewitz, einer der beiden Geschäftsführer, beantwortete uns sämtliche Fragen, die wir so hatten.

Was ist nun neu an unserem neuen Boot?

  1. Der Trommler sitzt nicht mehr auf dem Deck sondern etwas tiefer im Boot
  2. Die Decks an Bug und Heck sind keilförmig ausgebildet und haben einen Wasserschenkel erhalten. Somit kann nun das Wasser an den Überläufen herauslaufen und dringt nicht mehr ins Boot ein. Na ja, zumindest nicht an diesen Stellen. ;-)
  3. In den Lüftungsluken an Bug und Heck gibt es nun je einen wasserdichten Gepäcksack. Dadurch werden wir in Zukunft keine wasserdichte Tonne mehr mit ins Boot nehmen müssen, die ständig hin und her rutscht.
  4. Die Sitzbänke sind mit Anti-Rutsch ausgestattet, das gibt mehr Halt. Einzig kaputte Hosen könnten hierdurch noch entstehen …
  5. Es gibt außerdem eine neue Bootnummernhalterung. Ab sofort wird die Tafel mit Schrauben besser gehalten.
  6. Sitzverbreiterung auf der letzten Bank: Der Bootskörper wurde in diesem Bereich ausgeklinkt und somit ca. 5 cm gewonnen.
  7. COX-System: Dieses sind drei Lautsprecher, die nach vorne und nach hinten ausgerichtet sind. Ein Anschluss fürs Headset ist sowohl vorne (Trommler) als auch hinten (Steuermann) zu finden. Die Kabel liegen sauber in den eigens dafür vorgesehenen Netzen an der Bootswand. Es sind keine Kabel mehr sichtbar, da sie in der zweischaligen Bauweise eingebaut wurden.
  8. Unser neues Langruder ist mit Carbon verstärkt.
  9. Der Süllrand des neuen Bootes wurde ebenfalls optimiert: Dieser besteht nun zu 70% aus Holzfaser und zu 30% aus Kunststoff. Die Härte macht ihn stabiler und länger haltbar.

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Was fehlt nun noch? Die Beschriftung des neuen Bootes. Sie ist noch in Arbeit und wird es pünktlich zur Bootstaufe am 16.03.2017 perfekt machen! Der Name? Dreiviertelelf … ;-)

Wir bedanken uns bei der Firma BuK für die gute Betreuung und das tolle Boot!

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Nach dem Verladen des neuen Prachtstücks ging es dann zurück zum Team nach Lübeck – natürlich nicht ohne unterwegs immer mal wieder das eine oder andere Bild von der Fahrt zu schicken.

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Pünktlich um 17:45 Uhr fuhren wir an der LR-G vor und wurden dort mit großen, glänzenden Augen empfangen.

Das alte Boot wurde nun ausgelagert und das neue erhielt seinen Platz in der Bootshalle.

Vielen Dank an alle – jetzt hoffe ich, dass wir das Boot auch immer fleißig mit Aktiven füllen werden!

Text: Benny

23. Hanseatisches Langstreckenrennen am Sonntag, 05. März 2017

Insgesamt waren 26 Ruderboote und drei Drachenboote gemeldet. Wir trafen uns bei leichtem Sonnenschein um 10 Uhr auf unserem Bootsplatz. Dort war schon ordentlich was los, Klein und Groß alle machten Ihre Boote klar.

Nach kurzer Besprechung und unserem Schlachtruf ging es für uns auch schon Richtung Start. Der sollte in der Kurve kurz vor der Eisenbahnbrücke sein. Zwischendurch trafen wir auf die Mannschaft 1-19 Helgoland, die eigens aus Rendsburg angereist, sich freundlicherweise das Boot der Dräger Dragons ausleihen konnten.

Die dritte Mannschaft – Lucky Punch vom VKL aus Lübeck war schon vor Ort. Nach kurzem „Hallo und guten Morgen“ rief Björn zum Start auf. Unsere Taktik auf der 3000 m Strecke war allen klar….dranbleiben…und auf das Kommando „Jetzt“ ordentlich Schub geben. Der Start war gelungen, ich fühlte mich elend, war mir schon den ganzen Morgen nicht gut. Aber egal für die 12 Minuten wird es schon gehen J

Also los…wir hielten uns gut und waren sogar lange Zeit – zumindest gefühlt – vor den Luckies, die direkt neben uns kämpften. 1 – 19 konnte ich aus dem Augenwinkel nicht sehen. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen also…naja, mal sehen wie lange wir da gegen halten können…wir keuchten und stöhnten – hatten wir schließlich seit drei Wochenenden kein Wassertraining mehr gehabt. Aber für irgendetwas muß ja auch das anstrengende Ergo-Training gut sein. Nach der Mühlenbrücke, das Ziel inSicht.

Vielleicht hundert Meter vorm Ziel, hier ist noch alles offen
Vielleicht hundert Meter vorm Ziel, hier ist noch alles offen

 

Endspurt….aaaaaaaaaaaahhhhhhhhh…..aaaaaaaaaaaahhhh….irgendwie müssen wir es doch schaffen. Unsere Fans am Ufer schrien…Ganz knapp war es und ein sehr cooles Rennen – auch mit Silber kann man zufrieden sein.

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Wenige Meter vorm Ziel, denkbar knapp

Der Ausklang auf dem Bootsplatz war auch durch die „Helgoländer“ noch sehr nett…DANKE an alle, die dabei waren und an die, die uns vom Ufer noch einmal motivieren konnten. Die Wassersaison ist eröffnet…man sieht sich!

 

  1. März 2017, Heike

Alle Fotos gibt es hier, danke Paula :-)

 

Das Drachenboot-Team der Lübecker Ruder-Gesellschaft von 1885 e.V.