8. Drachen-Cup Lübeck am 27.05.2017!

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Auch im kommenden Jahr veranstalten die Lübecker Ruder-Gesellschaft von 1885 e.V. und die Wakenitz Drachen den Drachen-Cup Lübeck – dann bereits zum 8. Mal!

Wie in der Vergangenheit auch werden gleich zwei Distanzen – in getrennter Wertung – ausgefahren: 2x 200 Meter und 1x 6.000 Meter.

Die Wakenitz als Austragungsort bietet dabei nicht nur hervorragende Paddelbedingungen – auch für die Zuschauer ist die Regatta-Strecke durchgehend einsehbar und bietet einen tollen Einblick in unseren Sport.

Alle Informationen und Meldeunterlagen sowie einen kurzen Rückblick auf den letzten Drachen-Cup findet ihr hier!

Kurzstreckenregatta Lübeck

Am 17.09. fand -wie auch in den Jahren davor- ein vom VKL ausgetragener Wettkampf auf der Wakenitz in Lübeck statt. Am Vormittag wurden die 200m ausgetragen und nachmittags dann die 500m.  Die 500m Distanz wurden als Landesmeisterschaft SH gefahren.  Wir sind im Finallauf, wie in einem identischen Vorlauf, 3. geworden. In der Landesmeisterschaft war es ein 2. Platz, da die Renngemeinschaft attacke pinguin Black Pearl aus Güstrow und somit nicht aus SH kommt.  Die Modalitäten der Landesmeisterschaft hat wohl niemand so recht verstanden, am Ergebnis gibt es aber nichts zu monieren, da wir zeitunabhängig im Finallauf im direkten Vergleich gefahren sind und sich das Ergebnis des Vorlaufes bestätigt hat.  Also: Glückwunsch an die Luckies zum Landesmeistertitel. Wir sind nicht sonderlich zufrieden mit unserem 3. Platz, aber so ist Wettkampfsport. Einstecken gehört auch dazu. Und wir waren wieder nur mit halber Manschaft da. Fachkräftemangel :-)

Und darum wie immer der Aufruf: Wenn ihr Lust auf Wassersport habt, zwischen 1 und 3m groß und zwischen 12 und 90 Jahre alt seid, KOMMT ZU UNS! 

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Zieleinlauf 500m Finale

 

Ein paar mehr Fotos gibt es hier

Billecup 2016 – „Und ihr ward nur 16“

Der Billecup ist einer der Wettkämpfe, die wir jedes Jahr besuchen. Gut organisiert, relativ übersichtliches Starterfeld, recht hohes Niveau und mit der besonderen Herausforderung eine Langstrecke 2x fahren zu dürfen.  2x5km. Die ersten sind schon nicht schön.

Jammer ich schon? Nein. Aber es geht gleich los. Wir sind mitten in der Wettkampfphase. Vor zwei Wochen haben wir in Schwerin die 200m in der Sport- open-mixed gewonnen, am kommenden Wochenende fahren wir in Lübeck wieder 200m und eine Landesmeisterschaft über 500m. Wie man sieht, sind das Kurzstrecken. Kurzstrecke und Langstrecke werden mit denselben Leuten, im selben Boot gefahren, damit enden die Gemeinsamkeiten. Das Training ist grundlegend anders.  Egal, Bille machen wir immer, schaffen wir schon.  Um die Sache noch weiter zu komplizieren, sind wir nur mit 16 Paddlern angereist. 20 kann jeder. Gerade auf der Langstrecke ist ein volles Boot  wichtig. Rechnerisch haben wir uns damit 20% Antriebsleistung genommen.  Aber es ist wie es ist, 2 sind im Urlaub, einer krank, andere haben keine Zeit. Es ist nicht ohne Grund so, dass wir ständig auf der Suche nach mehr Mitgliedern sind.

Dann gucken wir mal, was wir aus der Situation machen konnten. Wenigstens war das Wetter gut.

Start 1. Lauf
Start 1. Lauf

In unserem ersten Lauf starten wir an letzter Stelle von vier Booten. Die Boote fahren mit einem Zeitversatz von 30s. Hinten zu starten ist super. Man ist Jäger und hat nicht ständig die Angst im Nacken, man könnte eingeholt werden. Benny sitzt neben mir. Der Start passt, das Boot läuft gut. Auf den ersten 2km fühle ich mich großartig, jeder Schlag sitzt. Axel brüllt von hinten, Benny gelegentlich neben mir. Nach der ersten Kurve (die ersten 2km sind eine Gerade), wird es anstrengend. Die Schultern schmerzen, Erschöpfung ist spürbar. Aber das Boot läuft immer noch und mit hoher Konstanz. Der letzte Kilometer ist reine Quälerei. Benny röchelt neben mir, Bronchitis. Nach der letzten Rechtskurve geht es in den Zieleinlauf.  Endspurt, durch. Ein guter erster Lauf. Wenn auch ziemlich anstrengend.

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kurz vor dem Ziel
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Die ersten 5km sind geschaft

Wenn man zum ersten Mal Bille fährt, denkt man, dass es unmöglich ist, das Ganze am Nachmittag wiederholen zu können. Ist man öfter dabei, weiß man, dass es doch geht.

Pause…

Die Gruppierungen für den Nachmittag richten sich nach den Zeiten des ersten Laufes. Die Schlechtesten starten in der ersten Gruppe. Wir starten in der letzten Gruppe als erster. D.h. wir hatten die drittbeste Vorlaufzeit! Ganz vorn zu fahren ist Asche, siehe oben. Um die Herausforderung noch ein bisschen zu steigern, geht Benny wegen seiner Bronchitis auf die Trommel (sieht lustig aus) und unsere Trommlerin Michaela paddelt. Nichts gegen Michi. Schneller werden wir dadurch vermutlich nicht. Annika, die für ein anderes Team als Trommlerin einsprang, erzählte mir, es sei enorm heiß auf dem zweiten Teil der Strecke. Dass die Sachen noch nass sind vom ersten Lauf mag helfen. Also Aufwärmen :-), Dehnen, Briefing, Schlachtruf und ab ins Boot.

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Trommelfrau Benny :-)
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2. Start

Start lief, ich hatte diesmal auf den ersten 500m Schwierigkeiten, in Gange zu kommen, dann wurde es besser. Aber längst nicht so gut, wie die ersten 2000 des Laufes davor. Die Quälerei beginnt gleich am Anfang. Benny brüllt Dirk und mich an: „Kommt“. Mir ist klar, was er meint. Druck am Blatt ist super, ihn zu produzieren ist anstrengend und schmerzhaft. Von der Trommel heißt es schon vor der ersten Kurve, die Boote hinter uns holen auf. Immer wieder werden 30 angezählt. Nach den ersten beiden Kurven starten wir einen Ausreissversuch. Ich nehme nur noch am Rande wahr, was von vorne und hinten gebrüllt wird. Alles, was noch an Aufmerksamkeit da ist, geht in die Bewegung. Die Wärme ist erträglich, die Anstrengung kaum. Es schleichen sich Gedanken ans Aufhören ein, das Gefühl gleich Kotzen zu müssen. Sollen sie uns doch überholen…  Möglicherweise hat jeder sowas. Die Kunst ist es, unvermindert weiter zu machen, egal was im Kopf ist. Benny ist gut auf der Trommel. Sieht alles und ist voll dabei. Trainer halt. Axel brüllt von hinten. Irgendwann ist die letzte Kurve erreicht. KEINER hat uns überholt. Und das Boot beschleunigt spürbar auf den letzten 200m. Geschafft. Wieder nicht gestorben. Frauke rutscht vor mir zwischen die Bänke. Alle keuchen und sind knallrot.

 

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100m vorm Ziel

 

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Zieldurchfahrt

Die Boote hinter uns kommen zusammen ins Ziel. Aber mit Abstand zu uns. Wie wir abgeschnitten haben ist mir egal. 1. Können wir nicht geworden sein, weil Startplatz 3 gleichauf mit dem 2 ist. Und unser Abstand nach hinten ist entweder gleich oder größer. Austeigen, Abklatschen. Beim Abklatschen hören wir von den Ostfriesen, die hinter uns gestartet sind, immer wieder: „Respekt, ihr ward nur 16 und habt euch nicht einholen lassen“ Danke! Ein Hund mit 3 Beinen ist immer noch ein Hund. Vielleicht ist das Laufen für ihn ein bisschen anstrengender.

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Gruppenfoto mit Bier. Till war so freundlich einen Kasten Bier bereitstellen zu lassen, während er urlaubt. Möglicherweise ein schlechtes Gewissen. Bier war super, wir trinken aber nur nach Wettkämpfen und sind alle über 18. Wobei…

Am Ende war es dann ein dritter Platz. Schwerin vor 2 Wochen zu gewinnen war toll. Dieser dritte Platz bedeutet mir mehr, weil er teuer erkauft war.

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Wir bedanken uns bei den Billedrachen. Tolle Veranstaltung.  Team Ostfriesland ist vor uns auf dem zweiten Platz gelandet. Die meisten sind irre jung (vielleicht 16-18) und soweit vorn. Weiter so!

 

 

Weitere Fotos gibt es hier.

Fotos Annika, Text André

Das Drachenboot-Team der Lübecker Ruder-Gesellschaft von 1885 e.V.