Alle Jahre wieder

… findet für die Wakenitzdrachen traditionell der sportliche Abschluss des Jahres beim Nikolaus-Drachen-Cup in Hamburg auf der Alster statt. So selbstverständlich auch in 2016.

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Am Samstag, den 10.12.2016 machten wir uns demzufolge um 9:00 Uhr mit zwei Booten und kompletter Team-Besetzung, also 20 Paddlern und Paddlerinnen plus Steuermann und Trommelmädchen auf den Weg nach Hamburg-Winterhude. Das zweite Boot transportierte unser Steuermann Axel selbstlos für das befreundete Team des Mamba-Express aus Lübeck, mit dem wir in diesem Jahr übrigens auch das eine oder andere Sonntagstraining gemeinsam gestaltet haben (gerne in 2017 wieder!).

Alle Jahre wieder nehmen wir Wakenitzdrachen bei dieser besonders schönen und anspruchsvollen Veranstaltung mehr oder wenig bereitwillig die unheimlich lange Wartezeit in Kauf, die es zwischen dem Einchecken  gegen 10:00 Uhr auf dem wunderschön gelegenen Vereinsgelände des Alster-Canoe-Club und dem Regattastart um 14:00 Uhr für unser Team auszuhalten gilt.

Im Gegensatz zum letzten Jahr fanden wir in diesem Jahr aber immerhin vergleichsweise tolle Wetterbedingungen vor. Bei milden Temperaturen blieb der eigentlich vorhergesagte Regen den ganzen Tag über aus, so dass wir uns auch hinsichtlich der Windverhältnisse über für diese Jahreszeit beste Regattabedingungen freuen konnten.

In Abwesenheit von Benny schwor Manja uns vor dem Rennen hervorragend ein, so dass das Team hochmotiviert den Saisonabschluss zu „genießen“ bereit war. Die 24 an den Start gegangenen Mixed-Teams wurden ab 14:00 Uhr zeitversetzt alle 30 Sekunden auf die etwa 9,6 km lange Strecke geschickt.

Als 18. Team nahmen wir Wakenitzdrachen unmittelbar vom Start weg eine flotte Fahrt auf, die uns schon sehr bald das vor uns gestartete Team von „1/19 Helgoland“ aus Rendsburg einholen ließ. Es gelang uns allerdings über lange Zeit nicht, die Rendsburger entscheidend zu überholen, da diese den Nahkampf Boot gegen Boot annahmen und auf fantastische Art und Weise Paroli boten. Etwa einen halben Kilometer vor Halbzeit kassierten wir beide gleichauf liegenden Boote ein weiteres, vor uns gestartetes Drachenboot und steuerten fortan zu dritt auf den Wendepunkt zu, der übrigens kurz vor dem Jungfernstieg auf der Außenalster sehr schön gelegen ist.

Leider reichte unsere Puste nicht für ein vorentscheidendes Absetzen von den beiden anderen Booten, so dass wir unglücklicherweise die dieses Mal spektakuläreWende mit drei gleichauf liegenden Teams auf der ungünstigen Aussenposition zu bewältigen hatten. Hier gerieten die drei Drachenboote so dicht aneinander, dass unsere linke Seite kurzzeitig die Paddel aus dem Wasser nehmen musste, da ansonsten Paddelbruch drohte. Trotz der ungünstigen Position gelang es uns Wakenitzdrachen dennoch, Anschluss zu halten und gleichauf liegend mit den beiden anderen Booten Fahrt aufzunehmen für die zweite Streckenhälfte. Jetzt schlug die Stunde unseres größten Schlitzohrs an Bord: Steuermann Axel. Die Lombardsbrücke vor Augen steuerte Axel auf die rechtsgelegene Durchfahrt an, um einer erneuten Kollision mit den beiden anderen Teams aus dem Weg zu gehen. Mit dieser Entscheidung lag der erfahrene Haudegen ein weiteres Mal goldrichtig, denn es gelang unserem Team, in ruhigem Fahrwasser zu beschleunigen und fast eine ganze Bootslänge vor den hartnäckig kämpfenden beiden anderen Booten hinter der Brücke wieder auf Strecke zu gehen. Schließlich sollten wir diesen entscheidenden kleinen Vorsprung im Verlauf des Rennens weiter ausbauen und bis zum Ziel nicht mehr abgeben.

Gleichwohl mussten wir staunend anerkennen, wie die letztlich siegreiche Mannschaft der Praktikanten aus Hamburg, die als letztes von 24 Mixed-Teams gestartet war, uns scheinbar mühelos überholte. Kurz vor dem Ziel gelang es uns dann  abermals, zwei weitere, vor uns gestartete Drachenboote zu überholen, so dass wir erschöpft, aber mit freudiger Erwartung nach einem spannenden Rennen der Siegerehrung entgegen blicken konnten.

Alle Jahre wieder aber heißt es auch hier zunächst, eine Menge Geduld aufzubringen. Dem Alster-Canoe-Club, der den Nikolaus-Drachen-Cup ansonsten hervorragend zu veranstalten versteht, ist es traditionell auch in diesem Jahr wieder einmal gelungen, das Drachenvolk mehr als zwei Stunden nach Beendigung des Rennens auf die zudem auch noch mäßig beschallte Siegerehrung warten zu lassen…

Ernüchterung trat dann bei dem einen oder anderen Wakenitzdrachen ein, als unser Team mit einer Zeit von 50 Minuten und 14 Sekunden „nur“ den elften Platz belegte. Im Vorjahr waren wir bei allerdings schlechten Bedingungen etwa eine Minute langsamer, konnten aber immerhin mit dem 7. Platz einen Platz unter den Top 10 erreichen.

Allerdings war die Freude groß, als unser befreundetes Team der Capybaras aus Schellhorn aufgerufen wurde und für einen hervorragenden 7. Platz mit einer Zeit von 49:39 Minuten geehrt wurde. Respekt und herzlichen Glückwunsch, ihr „Wasserschweine“!

Für uns Wakenitzdrachen überwiegt natürlich trotz der eher mäßigen Platzierung die Freude über einen gelungenen Saisonausklang, denn immerhin ist es uns auf tolle, kämpferische Art und Weise gelungen, während des Rennens mehrere starke Teams einzuholen, was letztlich ein Super-Erlebnis war und eine anständige und ansprechende Leistung unterstreicht.

Alle Jahre wieder gilt es übrigens noch, unserem Kanufreund Hase zu danken, der wie immer motiviert und mit ganzer Kraft bereit war, in unserem Team beim Nikolaus-Drachen-Cup auszuhelfen.

Auch in 2017 soll es im Dezember dann wieder heißen: Alle Jahre wieder….. Nikolaus-Drachen-Cup in Hamburg!

Harald

 

Fotos Martin, weitere Bilder hier

2. Nikolaus-Pokal bei den Kanufreunden Rostocker Greif e.V. – pflück den Nikolausi

Lübeck – LRG 8:15h dicker Nebel und müde Gesichter

Rostock – Kanufreunde 10:00 Uhr strahlend blauer Himmel, Minusgrade und beste Stimmung.

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12 Teams waren angereist, um sich über 2 x 1000m zu messen. Uns bekannte starke Mannschaften wie die Ospa Dragons, Rostocker Seebären, RGapBP, Blue Bulls, Black Sheep und die Luckies waren mit dabei. Bei uns im Team hatten sich nur 17 Paddler gemeldet, davon 10 Mädels – 6 hätten wir nur gebraucht. Wir hatten also nichts zu verlieren.

Es wurde in vier Rennblöcken gestartet. Der fliegende Start erforderte höchste Konzentration, ging es doch auf einmal los, mit einer sehr hohen Frequenz hauten wir unsere Paddel ins kalte Wasser. Schnell kamen wir zu den Schoki-Nikoläusen, die an einer Leine kurz vor der Wende über dem Wasser baumelten. Axel machte seinen Job als Nikolausi-Pflücker hervorragend, zack, lag der Klaus im Boot und wir konnten kraftvoll durch die Wende fahren. Die kalte Luft quälte so manch einen beim Atmen, die hohe Schlagfrequenz gab uns allen den Rest. Aber wir hielten natürlich durch, kämpften und schon waren wir im Ziel. Die dicke Gelbe strahlte immer noch fröhlich vom Himmel. 1000m – tolle Streckendistanz. Unser Teamcaptain hatte im Vorfeld geäußert, wir sollten eine Zeit von 4:40 min unterbieten. Das hatten wir geschafft. Mit 4 Minuten und 25 Sekunden hatten wir eine sehr gute Zeit eingefahren.

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Beim zweiten Lauf wollten wir noch einen drauflegen, die Taktik, dies mit einem längeren Schlag zu schaffen, ging nicht auf. Am Ende durften wir uns über einen sensationellen vierten Platz freuen. Wahnsinn – das hätte keiner von uns gedacht. Es bestätigt sich die von Benny mal ausgesprochene Behauptung, die Wakenitzdrachen-Ladys haben es einfach drauf und sind bei 120%!!! J An dieser Stelle sollten aber auch unsere bärenstarken Männer sehr stolz sein. Zusammen sind wir stark, das haben wir mal wieder gezeigt. Olaf – schön, dass DU wieder mit im Boot warst. Nils – schönen Dank für Deinen Einsatz bei uns. Bärbel – Du darfst gerne wieder kommen. Danke auch an Nico – Merle hat ihren Job wieder sehr gut gemacht. Du wirst bitte schnell wieder fit.

Oh je Du Fröhliche – die nächste Niko-Regatta steht in 6 Tagen an…reingehauen…

 

  1. Dezember 2016, Heike

Weitere Fotos gibt es bei Flickr

Das Drachenboot-Team der Lübecker Ruder-Gesellschaft von 1885 e.V.