7. Drachencup der LRG am 28.05.2016 in Lübeck – Unser Highlight des Jahres

Endlich war er da – der Tag der Tage in unserem Rennkalender. Die Vorbereitungen liefen seit Wochen auf Hochtouren. Aufgaben wurden verteilt: Startstangen aufbauen, Bojen legen, Boote an die Falkenwiese bringen, Lautsprecher aufhängen, Startpläne erstellen, Start und Ziel aufbauen, Brötchen schmieren und Kuchen backen, Moderation vorbereiten … und, und, und.

Die Aufregung stieg am Samstag um 7 Uhr als wir uns auf der Falkenwiese trafen. 15 Teams durften wir an diesem Tag begrüßen. Sie kamen aus Berne, Rostock, Rendsburg, Hamburg, Schwerin, Schellhorn und Lübeck. Bei strahlend blauem Himmel strahlten auch wir – als es um 10 Uhr pünktlich mit dem ersten Rennen los ging.

Herzlichen Dank an die Jungs der Drohnenstalker. Hammer!

Am Vormittag wurden 2x 200m gefahren. Alles lief planmäßig. Wir halfen bei anderen Teams mit unseren Steuermännern und Trommlern aus. So ergab es sich, dass ich mich mal wieder nach fünf Jahren Abstinenz auf dem Trommelbock der Süderelben wieder fand. Am Steuer: Marco. Neben uns die LN-Presse-Turbo-Enten mit Maren auf der Trommel, Axel am Steuer. 4 Wakenitzdrachen in anderen Booten gegeneinander unterwegs. Hat Spaß gemacht.

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In unserem zweiten 200m-Lauf kämpften wir mit den anderen schleswig-holsteinischen Mannschaften 1-19 Helgoland, Capybaras und Lucky Punch um den vom Kanuverband offiziell ausgeschriebenen Landesmeister-Titel auf dieser Distanz. Am Start erhöhte sich der Adrenalin-Spiegel noch einmal, das Herz klopfte bis zum Hals, reinhauen bis das Paddel bricht – man hätte sich am Stand von Jan Reger ein Neues besorgen können. 20 Startschläge – wie im Training oft geübt – und dann ab auf die Strecke. Ein packendes Rennen, im Ziel konnte keiner sagen, wie es ausgegangen war. Bis zur Siegerehrung sollten wir uns noch etwas gedulden.

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Schnell aus dem Boot gehüpft, so dass jeder wieder seine Aufgabe übernehmen konnte. Ich war für den Brötchen- und Kuchenverkauf zuständig. Lief es am Morgen noch etwas schleppend, kam am Mittag der absolute Run auf die tollen Backwerke, die wir alle gezaubert hatten. Von Nusstorte, Himbeer-Baiser, Erdbeer-Biskuit, Kirsch-Quark, Kalter Drache, Erdbeer-Törtchen, Mandarine, Schoko-Rotwein …   wir hatten ein tolles Angebot! Am Ende war nicht ein Stück übrig.

Ab 13 Uhr startete der erste Block von 4 Booten in das Langstreckenrennen über 6km. Im Abstand von 30 Sekunden starteten die Mannschaften hintereinander auf den Rundkurs. Insgesamt hatten wir 4 Startblöcke. Im zweiten fielen die Rostocker Seebären auf – man, was hatten die für einen Schlag und diesen so konsequent bis ins Ziel zu halten – Respekt! Ohne die Zeit zu wissen, wussten wir, dass diese schwer zu knacken sein wird. An dieser Stelle ein RIESEN-DANK an Henning Lippke, der seinen Job als Zeitnehmer und Zielverantwortlicher hervorragend gemeistert hat!

Wir starteten im letzten Block. Vor uns die Blue Bulls und Lucky Punch. Hinter uns die Hamburg Allstars. Alles Teams mit Rang und Namen. Drei, zehn und dann Strecke, kämpfen, kämpfen, kämpfen. Ich merkte schnell, dass ich wenig gegessen hatte und mir die Anstrengung der letzten Tage in den Knochen steckte. Manja und Benny auf Schlag machten ordentlich Dampf, das Boot lief, jetzt hieß es nur noch durchhalten und eine ordentliche Zeit herausfahren. Annika auf der Trommel und Axel am Steuer feuerten uns kräftig an, machten uns immer wieder Mut, die Falkenwiese tobte, wenn wir dort vorbei kamen. Ein schönes Gefühl auch am Ufer Fans zu haben….Danke!!

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Im Ziel angekommen … die Luckys hatten wir nicht eingeholt…völlig kaputt ging’s schnell zum Umziehen und im Nu war auch die Siegerehrung vorbereitet. Die kleine Pause bis die Urkunden fertig gedruckt waren, überspielte unser Moderator Till gekonnt mit einigen Gimmicks und den Geräuschen aus den Shout-Boxes. Ein Dank an dieser Stelle an Kay für die lustigen kleinen Geräte…und an Till! Du warst großartig, man könnte meinen, du hättest deinen Beruf verfehlt!

Noch immer strahlte der Himmel blau, der Renntag neigte sich dem Ende, wie immer gab es Gewinner, Verlierer und einige, die sich über einen 13.Platz sehr freuen konnten. Den Landesmeistertitel über 200m holte sich Lucky Punch, ein Zehntel dahinter auf Platz zwei lag 1-19 Helgoland. Nur ein weiteres Zehntel dahinter kamen wir auf Platz drei. Vierter wurden die Capybaras – auch nur mit einem Zehntel Abstand. Knapper geht’s nicht. Gesamtsieger auf der Kurzstrecke wurde ebenfalls Lucky Punch, wir wurden siebter.

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Mit einem Trommelwirbel wurden die Ergebnisse der Langstrecke verkündet. Platz eins ging dieses Mal nach Rostock. Die Seebären hatten alle anderen Teams beeindruckend geschlagen. Herzlichen Glückwunsch! Wir wurden fünfter, waren damit nicht unzufrieden. Aber hätten natürlich auch nichts gegen einen der vorderen Plätze einzuwenden gehabt, aber die Gegner waren stark.

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Vielen Dank, dass ihr alle da ward. Kommt nächstes Jahr wieder – am 27.05.2017 findet der 8.Drachencup in Lübeck statt. Ein Dank geht auch noch an Kai Seidensticker, der gemeinsam mit seinem Kumpel, die Drohne fliegen ließ.

Auch möchten wir uns bei den LN-Presse-Turbo-Enten bedanken, die uns tatkräftig unterstützten und uns auch noch beim Boote weg bringen halfen. Danke an die Dräger Dragons, dass wir euer Boot benutzen durften, aber im nächsten Jahr wollen wir euch wieder paddeln sehen. Danke auch an die  Capybaras für ihr Boot. Last but not least DANKE an den LMYC. Wir benutzen Euer Gelände und eigentlich auch Eure Arbeit, essen Euch Eure Würste weg :-)

Ein rund um gelungener Tag! Schön war’s.

29. Mai 2016, Heike

Die „restlichen“ 300 Fotos gibt es hier

Die Ergebnisse findet Ihr auf unserer Drachencupseite.

 

Hier ist noch ein Video von unserem 200m LM Start. Danke Monschi!

 

12 km Langstrecke in Rostock – Das härteste Rennen des Jahres

Zu Beginn der Saison ging es wie die Jahre zuvor nach Rostock auf die Unterwarnow.

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Unser Mixed Team: Wakenitzdrachen, Capybaras, Presse-Turbo-Ente(n)

Bei uns ist die Personaldecke im Moment dünn, so hätten wir aus eigener Kraft nicht an den Start gehen können. Was machten wir? Wir taten uns mit unseren Freunden aus Schellhorn zusammen, die ebenfalls kein volles Boot an den Start bekamen. Die Sonne lachte – frühlingshafte Temperaturen begrüßten uns bei den Kanufreunden Rostock Greif e.V. Nach einer kurzen Aufwärmrunde gingen wir  zusammen mit drei anderen Mannschaften – Pommernexpress, Ospa Dragons und de Machdeburjer auf Bahn 3 an den Start über 12 km. Man hätte auch für 6 km melden können, aber wir sind ja keine Amateure J Ich fand mich dieses Mal im hinteren Teil des Bootes wieder. Eine ganz neue Perspektive… Der Start verlief ordentlich. Das Boot lief trotz neuer Zusammensetzung erstaunlich gut – man könnte denken, wir hätten schon häufiger in dieser Konstellation gepaddelt. Nach einigen Metern rückten uns de Machdeburjer auf die Pelle – das Wasser spritze, die Paddel klatschten, die hinteren Bänke auf der rechten Seite mussten kurz „Pause“ machen….na, super, dachte ich, wenn das so weiter geht. Aber Axel – unser Steuermann – hatte alles im Griff und brachte uns an der ersten Wende gut auf Kurs. Der Pommernexpress und die Ospa’s waren hier nach drei Kilometern schon weit vorne. Das Spielchen kennen wir schon aus den Vorjahren. Mit den Machdeburjern rieben wir uns ganze 9 km lang – mal war der eine vorne mal der andere. Der Gedanke: “ Wie cool, wenn wir dritter werden würden“ beschlich wohl mehrere im Boot, so gaben wir ordentlich Gas. Lang, noch länger, Schulter eindrehen und kämpfen. An der dritten Wende gelang es uns leider  nicht so ganz dran zu bleiben und so fuhren wir letztendlich mit 2,5 Bootslängen Abstand einen sehr ordentlichen 4.Platz ein. Mit 1 Stunde und 11 Sekunden, einer Geschwindigkeit von 12 km/h im Schnitt und einer Durchschnittszeit von 5:06 min auf einem Kilometer waren wir äußerst zufrieden und konnten den Tag entspannt ausklingen lassen und singen: „Der Mai ist gekommen!“

DANKE – an die Capybaras für eure Unterstützung

DANKE – an die Lucky’s für den Transport unseres Bootes

DANKE – an die Kanufreunde Rostock für den schönen Wettkampf

 

…und nicht vergessen, noch schnell anmelden für unseren Cup am 28.05. auf der Wakenitz.

Heike Oberstadt, 01. Mai 2016

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Noch ist wenigstens Harald bei bester Laune, noch ist auch nichts anstrengend.

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Wenige Meter nach dem Start, das Boot mit der Nummer 4 war bis 3km vorm Ziel ständig an unserer Seite

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Unsere 2. Wende, also die in Zielnähe

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Kurz vorm Ziel. Boot Nummer 4 lag jetzt deutlich vor uns.

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Manja freut sich -wie wir alle- über unseren 4. Platz. Zeit war deutlich besser als im Jahr davor, es hat Spass gemacht gemischt zu fahren, und wir alle haben 12km durchgehalten. Gewinnen können wir ein anderes Mal.

Fotos Dirk, weitere Bilder auf Flickr