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Regatta Ratzeburg 15.06.2013 oder Ein kurzer Augenblick kann alles verändern…

Ratzeburg 2013

Einen Moment lang scheint noch die Sonne und plötzlich scheint die Welt unterzugehen.
So erging es uns Wakenitz Drachen und allen anderen Teams und Zuschauern am 15.06.2013 in Ratzeburg beim 9. Ratzeburger Drachenbootfest.

Ein Samstag in Juni. Die Sonne strahlte und wir trafen uns gut gelaunt morgens um 8.15 Uhr an der LRG um den Weg nach Ratzeburg gemeinsam anzutreten. Es war angenehm warm, ein laues Lüftchen wehte und dann kamen wir voll bepackt in Ratzeburg an. Hier wehte der Wind schon etwas stärker und wir mussten unser Mannschaftszelt mit diversen Heringen sichern. Die Seitenteile wurden von Peter fachmännisch verstärkt, so dass sie nicht wegreißen konnten, so dachten wir zu dem Zeitpunkt.

Unser erstes Rennen startete gegen 11.00 Uhr. Wir fuhren gegen zwei Männerteams.
Die ersten zwei Reihen in unserem Boot waren gerade damit beschäftigt, das Drachenboot in Start-Position zu bringen, als auch schon der Start erklang. Überrumpelt, dass es so schnell ging, obwohl unser Boot noch gar nicht gerade lag, verlief dann auch unser Start. Er war etwas holprig, konnte aber durch die langen Streckenschläge wieder ausgeglichen werden und wir erreichten das Ziel als erstes Boot in einer Zeit von 1 Minute und 07 Sekunden.

Bei unserem zweiten Rennen um 14.30 Uhr war das Wasser schon wesentlich unruhiger. Erneut starteten wir gegen zwei Männerteams. Dieser Start funktionierte einwandfrei. Wir kamen gut vom Start weg. 50m vor dem Ziel erfassten uns mehrere Wellen. Sie schwappten ins Boot, durchnässten uns bis auf die Haut und kühlten unsere erhitzen Körper kurz ab.

Der nächste Paddelschlag erfolgte dann fast in der Luft, weil das Wasser einfach weg war, der darauffolgende jedoch war dann wieder sehr wasserhaltig. Durch den Wellengang kam unser Boot ein wenig aus dem Takt und die anderen Teams konnten wieder aufholen und uns leider überholen. Wir erreichten das Ziel als drittes Boot mit einer Zeit von 1 Minute und 8 Sekunden.
 
Wir bereiteten uns gerade auf das Final-Rennen vor, als plötzlich dicke, fette Regenwolken auftauchten und der Wind extrem auffrischte. Innerhalb von wenigen Minuten standen wir dann sprichwörtlich im Regen… das Zelt wurde vom Orkan in seine Einzelteile zerlegt. Stangen waren gebrochen, die Seiten weggerissen…! Auf dem Weg lagen dicke Äste, von denen zum Glück keiner getroffen wurde. Wir schnappten uns unsere Reisetaschen mit den trockenen Kleidungsstücken und packten Sie schnell unter die Zeltplane.

Da der Regenguss so gewaltig war, versteckten auch wir uns unter der Plane und mussten ganz schön kämpfen, dass die Plane auch über unseren Köpfen blieb. Auf unseren Knien hockend verbrachten wir einige Zeit unter der großen Plane und versuchten nicht allzu nass zu werden. Unter der Plane herrschte nach einiger Zeit dann eine ausgelassene Stimmung. Wir veranstalteten ein wahres Picknick. Tofifee und andere Süßigkeiten wurden herausgeholt, es wurde unbesonnen gequatscht.

Während wir dort unter der Plane hockten, waren 6 Teams mit dem Boot auf dem Wasser. Hut ab. Gesehen haben wir nichts, aber die LN Turbo Enten gehörten dazu und kamen komplett aufgeweicht vom Wasser zurück. Wahnsinn, dass sie ihre gute Laune dadurch nicht verloren haben.

Nachdem der Sturm sich einigermaßen gelegt hatte, krochen wir wieder aus unserem warmen „Versteck“ heraus und machten uns fertig für unser letztes Rennen. Hier starteten wir gegen 4 andere Teams. Ein Team kam erst gar nicht zum Start gepaddelt. Sie hatten das schlechte Wetter gewinnen lassen 😉 Der Start und auch der Streckenschlag verliefen gut, jedoch fehlte uns nach hinten heraus die Luft um zu gewinnen. Wir erreichten als drittes Boot das Ziel.

In unserer Wertungsklasse erreichten wir den zweiten Platz von zwei Teams. Wir waren mit unserer Leistung aber trotzdem zufrieden und hatten einen schönen ereignisreichen Tag in Ratzeburg.
 
Wir bedanken uns bei unserem „Vize-Teamcaptain“ Till für die tolle Organisation! Und hier muss auch noch unbedingt erwähnt werden, dass er auf dem Paddelergometer eine super Figur gemacht hat! Mit seiner tollen Zeit, durfte er sich als erster die Startbahn für das Finalrennen auswählen.

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