Regatta

1. gemeinsame Deutsche Drachenboot Langstrecken-Meisterschaft des DKV und DDV

Wakenitz Drachen belegen Platz 6

Deutsche Meisterschaft über 12 Kilometer! In einer E-Mail, die unser Team vor dem Rennen erreichte, heißt es dazu: „Langstrecken-Helden, die sich heute bei nationaler Bestenermittlung im 300 Kilometer entfernten Rüdersdorf mit Deutscher Elite messen. Ich finde mutig, überhaupt auf eine 12 Kilometer lange Rennstrecke zu gehen – aber in diesem erstklassigen Teilnehmerfeld ist es todesverachtend.“

Naja, todesverachtend ist vielleicht etwas überzogen, aber einen gehörigen Respekt zollten wir der zu absolvierenden Distanz und dem Teilnehmerfeld auf jeden Fall. In der besagten E-Mail heißt es dazu weiter: „Habe mir als Statistiker den Rennplan angesehen: Puh! […] Ich hoffe, dass ich nicht gegen Motivation von Trainern arbeite, wenn ich keine realistische Chance sehe, hier weit nach vorne zu fahren. Ich gehe weiter: Jeder Platz vor dem 8. wäre eine (kleine) Sensation!“

Einschwören vor dem Start – „Scheiß‘ auf Statistik“.

Ähnlich waren auch unsere Einschätzungen. Bloß nicht Letzter werden. Dann wäre das Ziel schon erreicht. Obwohl: Wir wissen, dass wir gerne mal „einen raushauen“ können, für Überraschungen gut sind, das haben wir letzte Saison auch gezeigt. Und wir hätten uns nicht zur DM angemeldet, wenn wir überzeugt gewesen wären, hinterher zu paddeln. Also: Ein Blick auf die Statistik der anderen Teams bestätigt noch mal den Respekt, aber „Scheiß‘ auf Statistik.“

Nudeln satt am Abend vor dem Rennen.

„Fotos von Nudelparty & Co. am Vorabend sehen aus, als wenn die Stimmung gut ist.“ Damit hatte der E-Mail-Schreiber recht: Ein großer Teil der Mannschaft war bereits am Vorabend angereist und hat mit „Nudeln satt“ den Teamgeist nochmal beschworen.

„Würde Teilnehmern gönnen, wenn Wind am Kalksee weniger scharf + kalt bläst, als er es gestern in Lübeck getan hat. Ich drücke aus Lübeck alle Daumen, die ich habe und werde um 12:00.20 gucken, ob ich einen moralisch-stärkenden Gedankenstrom nach Brandenburg senden kann!

Wünsche Kraft am Blatt + die Puste, die es für die lange Strecke braucht. […] Haut rein!“

Danke für die Wünsche und den stärkenden Gedankenstrom – wir haben rein gehauen. Und wie! Drei Runden lang, jeweils 4 Kilometer, insgesamt acht Wenden, tatsächlich bei sonnigem Wetter.

Drei Runden mit insgesamt acht Wenden galt es zu absolvieren.

Am Ende brauchten wir 57:46.874 Minuten und belegten Platz 6 – wenn wir zu Beginn die Startlinie besser getroffen und keine Zeitstrafe kassiert hätten, wäre es sogar Platz 5 geworden. Hätte, hätte … Das Ergebnis ist grandios!

Es war ein toller Tag, ein erfolgreiches Rennen, eine motivierende Erfahrung – auch wenn wir uns unsere Urkunde selber basteln müssen. 😉

Ergebnisliste der Premier-Mixed-Wertung

Wir freuen uns auf die 1. Norddeutsche Meisterschaft, die wir am 25. Mai auf der Wakenitz ausrichten werden. (Zur Ausschreibung)

Text: Maren und Till, Verfasser der E-Mail

Natürlich gibt es auch noch viele weitere Bilder von der Regatta (Danke an Paula und Fabian): Fotolink

2 Kommentare

  1. Hallo liebe Leser/innen…
    Heute möchte auch ich aus meiner Sicht einmal hier etwas schreiben. (Zuschauer)
    Vorm Lauf hatte Marco mich gefragt, wo ich unser Team sehe auf dieser DM. Ich sagte zu ihm, dass dies sehr schwer ist auf einer DM einzuschätzen. Tagesformen und die Zusammenstellungen der anderen Teams sind ja bekanntlich bei einer DM öfter mal nicht ganz klar zu erkennen. Dies ist kein Vorwurf an irgend wen, denn auch dieses verspricht ja bekanntlich nicht weniger Arbeit. Es soll einzig unsere Vereinsteamleistung hervorheben. Die ersten vier Plätze, sagte ich ihm, sehe ich bei anderen Teams. Von Platz 5 – 8 ist aber alles drin, es kommt auf die Tagesform an. Wir haben es geschafft uns auf der DM beachtlich zu präsentieren. Das wichtigste am Ganzen war aber einmal mehr die Erkenntnis, dass unser Team so gut aufgestellt ist, dass auf niemanden zum Nachteil verzichtet werden muss. Wir waren glücklicherweise in der Lage, 2 Aktive mehr zu haben, um eventuelle Ausfälle kurzfristig zu kompensieren. Fabi und Annika wurden erst kurz vorm Start informiert, dass sie leider nicht mit im Boot sitzen und trotzdem haben sie mitgefiebert und alles vom Ufer aus gegeben. So ist das in einem guten Team, wenn man auch von außen alles gibt und nicht böse wird, wenn man mal nicht direkt dabei sein kann. Wir haben viele Sportler die sehr leistungsdicht beieinander sind, daher wird es immer mal einen anderen geben, der nicht immer jeden Lauf dabei sein wird. Ich weiß selber, dass es nicht einfach ist, wenn man nur am Ufer steht, aber wenn wir uns gegenseitig vertrauen, wird dabei immer etwas Gutes dabei rauskommen. Am Ufer waren wir anfeuerungstechnisch auf jeden Fall die Deutschen Meister. 🙂 Wenn Du lieber Leser vielleicht noch ein Team in Lübeck suchst, dann melde Dich bei uns. Wir freuen uns mit Dir die nächsten 15 Jahre anzugehen. Genau dieses Jubiläum haben wir nämlich in diesem Jahr.
    Dem gesamten Team herzlichen Glückwunsch und weiterhin eine tolle Saison 2019.

    @ Till: Danke für die Mail, leider habe ich sie erst nach dem Rennen gelesen. Wenn Du auch wieder etwas mehr einsteigst, kannst Du auch die Leistungen besser einschätzen… 😉 Wir brauchen Dich, vergiss das nicht…
    Viele Grüße
    Benny

  2. Olaf Hagen

    Hallo zusammen, Leser, Paddler,
    … es war ein schönes und anstrengendes Wochenende gewesen, aber auch etwas besonderes eine Deutsche Meisterschaft… mit vielen neuen Teams, Aufregung, ….und Adrenalin.
    Ein paar Teams kannten wir von verschiedenen Veranstaltungen her, andere nur vom Hörensagen.
    Das war auch interessant diese mal paddeln zu sehen, so aus dem Augenwinkel heraus, als sie uns „leider“ überholten. Alles in allem war es schön und ich nehme eine Menge an Eindrücken mit, … unser tolles Team, dass jeder von uns mitfiebert, kämpft, …. ich freue mich im Team zu sein und es macht viel Spaß mit Euch gemeinsam um den Sieg jedesmal zu kämpfen. Danke. Ein großes Dankeschön auch an unser Trainerteam, dass sie uns in diese Lage gebracht haben, oben mitkämpfen zu können.
    Viele Grüße
    Olaf

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