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Wakenitz Drachen beim Wesermarathon

135 km im 50er-Drachenboot – ein (verrücktes) Abenteuer …

Kann man mit einem Drachenboot eigentlich einen Marathon paddeln? Klar, kann man! 42 km also? Ne, das wäre ja langweilig! Drei Wakenitz Drachen begaben sich am ersten Mai-Wochenende auf den Weg nach Hann.-Münden, um ein ganz besonderes Abendteuer zu erleben. Nachdem die 135 km lange Strecke auf der Weser von Hann.-Münden bis Hameln letztes Jahr bereits im Standard 10-Bank-Boot absolviert wurde, sollte dieses Jahr noch eins drauf gesetzt werden. Im 25-Bank-Drachenboot, einmalig in Europa und eine Sonderanfertigung, sollte die Strecke absolviert werden. Eine Premiere und ein Erlebnis der besonderen Art. Mit 25 m zu lang, um Wendemanöver zu fahren, besitzt dieses Boot an Bug und Heck ein Langruder, sodass sich die Paddler zum „Wenden“ kurzerhand auf ihrer Bank umdrehen und die Fahrtrichtung wechseln können. Keine leichte Aufgabe für die Steuerleute!

Ein Drachenboot der ganz besonderen Art: 25 Meter lang, Platz für 50 Paddler, einmalig in Europa. Foto: drachenboot-events.com

Am Samstagabend traf ein Großteil der Mannschaft, eine offene Renngemeinschaft aus ganz Deutschland, in Hann.-Münden ein, um das aus 3 Teilen bestehende Boot zusammenzubauen und zu Wasser zu lassen. Am Sonntagmorgen hieß es früh aufstehen: Treffpunkt 5:15 Uhr am Boot, Boarding um 5:45 Uhr, um pünktlich um 6 Uhr die Schleuse in Hann.-Münden zu passieren. Eine unglaubliche Stimmung. Nebel über der Weser, Sonnenaufgang, eine riesen Schar an Paddlern und Ruderern und wir mit unserem Riesenboot mittendrin.

Und dann ging es los. Erste Etappe, 54 km bis Beverungen, kurze Pause (schwierig bei 46 Paddlern, die aussteigen, zu Toilette, etwas essen und wieder einsteigen müssen), zweite Etappe bis km 80 in Holzminden. Spätestens hier schmerzten die Muskeln ordentlich. Dritter Zwischenstopp in Bodenwerder bei km 111 und dann hieß es nur noch durchhalten. Die letzten 30 km ziehen sich und tun weh, aber der Moment des Ankommens nach 10 Stunden Paddelzeit lässt die Schmerzen schnell vergessen. Jubelndes Publikum, Gänsehaut, ein einfach tolles Erlebnis!

Text: Miriam

1 Kommentar

  1. Olaf Hagen

    Toll, verrückt, eine tolle Leistung … dann sind doch 8 Km oder 12 Km ein Klacks dagegen.
    Glückwunsch

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