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InselCup Rendsburg am 5.April 2014

Dieser Früh-Frühlings-Cup ist wahrlich nichts für Wetter-Weich-Eier!
Regen und Wind aus allen Richtungen, dafür umso weniger an Temperaturen. Man muss
schon echt auf Drachen-Boot abfahren, um sich diesen Cup zu wünschen.

Aber…

Wenn dieses, als Training getarntes, Rennen vorbei ist, dann platzt einem fast der Kragen
vor Stolz, es mal wieder durch gestanden zu haben. Organisation, Verpflegung, Sportsgeist
waren nicht zu toppen!

Die Strecke ist optisch gesehen, elendig gerade, breit und langweilig mit örtlichen
Orientierungspunkten, eben ein Wirtschafts-Kanal für dicke Pötte. In Lübeck schaut man
beim Paddeln kurz nach vorn und weiß, wie lange noch…
Hier ist die Strecke völlig zweitrangig. Erstrangig ist der persönliche Kontakt zwischen
den einzelnen Teams! Hier treffen sich nicht verschiedene DrachenBootTeams, sondern
ein Haufen von „Verrückten“, die den DrachenBootSport echt lieben. Es war für mich
erstaunlich, wer mich alles begrüßte bzw. wen ich alles begrüßen konnte.
Dann die Aufstellung der Boots-Teams. Drei Boote waren vorhanden, ergo brauchte man
drei Teams. Wurde hier genial gelöst! Rechts-Paddler auf die eine Seite, Links-Paddler auf die
andere Seite. 1… 2… 3… 1… 2… 3… – so wurde abgezählt und jeder wusste, in welches Boot er zu steigen hatte.

Dann stockte der Einstieg etwas, als die Frage kam: “Wer geht auf Schlag?“ Voller Wakenitz-Drachen-Stolz können wir sagen, bei zwei der drei Boote saßen wir von den Wakenitz-Drachen auf Schlag! Die technischen Mühen von Benny zeigen sich eindeutig nicht umsonst und das wir einen großen Kampfwillen haben, das weiß wohl jeder.

Eigentlich sollte es ein gemeinsames Training werden. Aber ihr wisst ja, wie es so ist, wenn drei Boote dicht neben einander fahren… den sportlichen Ehrgeiz kann man einfach nicht länger unterdrücken… seufz!
Angesagt waren 9 Kilometer, gefahren wurden 13 Kilometer. Was für ein Hammer…Am Ende war ich echt am Rand meiner Kräfte. Es hat zwar nicht geregnet und der Wind ging auch wenig, aber keiner der drei Boote wollte der Letzte sein. Ja, so kam es dann so wie erwartet. Wir fielen alle in den Wett-Kampf-Modus und scheuchten uns ordentlich, mindestens knallhart!
Endlich am Startpunkt wieder angekommen, löste sich aber alles sofort in befreites Grinsen auf. Und genau das ist es, was dieses Trainings-Rennen so wertvoll macht. Man kommt echt an den Rand seiner Kräfte und fühlt sich danach, wenn ein Jeder genug Luft hat und die Gelenke wieder richtig funktionieren, saumäßig oberzufrieden wohl… ist schon irre, was!
Ich fahre jedenfalls garantiert wieder hin!

… der Noby

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